Jetzt kommen die Serien-Stromer

Sie sind sparsam, leise und sauber: Die Bundesregierung will deshalb bis 2020 rund 1 Million E-Autos auf deutsche Straßen bringen. So mancher schicke Stromer surrt heute schon durchs Land. Die Automobilhersteller stehen in den Startlöchern – mit den ersten Serienmodellen.

 

Opel Ampera

Zum Vergrößern klicken Das erste in Serie gefertigte Elektroauto mit verlängerter Reichweite in Europa: Allein mit seinem Akku kann der Opel Ampera gut 60 Kilometer weit fahren. Geht die Ladung zur Neige, lädt der benzingetriebene Generator an Bord die Batterie unterwegs auf – und ermöglicht eine Non-Stop-Tour von mehr als 500 Kilometern. Damit ist der Ampera ein Zwitter aus einem reinen Elektrofahrzeug und heutigen Hybridautos mit Strom- und Benzinmotor. Der 111 kW starke Motor beschleunigt in 9 Sekunden aus dem Stand auf 100 km/h. Preis: ab 42 900 Euro

 

Mitsubishi i-MiEV

Zum Vergrößern klicken Bereits 2009 hat Mitsubishi mit der Serienproduktion des nur 3,48 Meter kurzen Stadtmobils begonnen. So bringt es der Hersteller auf 519 deutschlandweit zugelassene i-MiEVs bis Mitte 2011. Die Lithium-Ionen-Batterie des 49-kW-Elektromotors lädt sich an jeder Haushaltssteckdose in sechs Stunden auf. Die Reichweite beträgt 150 Kilometer, die Höchstgeschwindigkeit 130 km/h.
Preis: ab 34 390 Euro. Mit identischer Technik sind auch die Schwestermodelle Citroën C-ZERO und Peugeot iOn zu haben.

 

Nissan Leaf

Zum Vergrößern klicken Nachdem der Nissan Leaf bereits seit mehreren Monaten in Ländern zu haben ist, die E-Autos staatlich fördern, kommt er im April nun auch nach Deutschland. Hier steht er zunächst bei 18 speziell geschulten Nissan-Händlern. Die Lithium-Ionen-Batterie ermöglicht dem Golfklasse-Wagen eine Reichweite von 160 Kilometern, wobei die Geschwindigkeit auf 145 km/h begrenzt ist. Auf der Zuberhörliste steht eine in den Dachkantenspoiler integrierte Solarzelle, die die Reichweite verlängert. Preis: ab 36 990 Euro

 

Renault Z.E.-Modelle

Zum Vergrößern klicken  „Z.E.“ steht für Zero Emission – und unter diesem Motto ist der französische Autobauer mit gleich drei spannenden E-Autos am Start: Das Transportermodell Kangoo Z.E. ist bereits erhältlich und fährt bei einer Leistung von 44 kW 170 Kilometer ohne „nachzutanken“. Auch die Limousine Fluence Z.E. steht zum Kauf bereit. Sie kommt mit etwas mehr Leistung (70 kW) und einem Wechselakku daher. Im Frühjahr folgt der City-Stromer Twizy Z.E. In der Version Urban 45 mit 4 kW und einer Spitzengeschwindigkeit von 45 km/h dürfen den Längs-Zweisitzer sogar Jugendliche ab 16 Jahren mit Führerscheinklasse S fahren. Die Vollversion bringt es auf 15 kW und höchstens 80 km/h. Praktisch: Renault bietet die Elektroautos zum Kaufen und den Akku zum Mieten an. Preise (ohne Batterie): ab 23 800 Euro (Kangoo Z.E), ab 25 950 Euro (Fluence Z.E), ab 6990/7690 Euro (Twizy Z.E Urban 45/Urban)

 

Smart Fortwo Electric Drive

Zum Vergrößern klicken Bereits in den ersten Entwürfen konzipierte Smart den Fortwo als Elektroauto. Mitte dieses Jahres ist der kleine E-Flitzer nun für alle erhältlich. Herzstück ist eine 17,6 kWh starke Batterie, die den Fahrer mindestens 140 Kilometer weit bringt. Völlig ausreichend, findet der Hersteller: Nach seinen Berechnungen legen Stadtfahrer nicht mehr als 40 Kilometer am Tag zurück. Die Höchstgeschwindigkeit hat Smart auf 120 km/h gesteigert. Auch hier mietet man die Batterie, sodass Wartung und eventueller Austausch inklusive sind. Preis: unter 19 000 Euro (ohne Batterie)

 

Alle Preise sind Bruttopreise.

Bildnachweis: Titelgrafik - RWE; übrige Fotos - PR