Smart Metering

Stromzähler der Zukunft

Es ist ein deutschlandweit einmaliges Projekt, das jetzt in Mülheim an der Ruhr startet: Ab Mitte 2008 installiert RWE als lokaler Netzbetreiber innerhalb der nächsten drei Jahre in rund 100.000 Haushalten neue elektronische Stromzähler. Diese sogenannten intelligenten Zähler sollen den Kunden zukünftig umfangreichere und aktuellere Daten über ihren Energieverbrauch liefern – und so neue Möglichkeiten schaffen, effizienter und sparsamer mit Strom umzugehen. 

Ziel des Pilotprojekts, das weder die Mülheimer noch die Stadt etwas kostet, ist die Entwicklung eines intelligenten Zählers, der technisch mit allen gängigen Abrechnungsprogrammen kommunizieren und auch Gas- und Wasserzähler integrieren kann. Am Ende der Entwicklungsphase soll es in ganz Deutschland einen einheitlichen Standard geben. RWE geht hier als Energieversorger voran, um in der Modellstadt Mülheim an der Ruhr Erfahrungen zu sammeln, die sich auf das ganze Bundesgebiet übertragen lassen.


Die Vorteile von Smart Metering 

Gegenüber den bisherigen analogen Stromzählern mit Drehscheibe bieten die digitalen Zähler zahlreiche Vorteile für den Kunden: 

Mehr Funktionen

In Format und Größe sehen die digitalen Stromzähler den alten Stromzählern ähnlich. Sie können aber weit mehr als konventionelle Geräte: So speichern sie die Verbrauchsdaten und besitzen Kommunikationsschnittstellen, über die diese zukünftig an den Stromversorger übertragen werden können. Die Rechnungslegung kann dann automatisiert erfolgen 

ZoomTransparenz

In Zukunft wird es für die Kunden einen direkten Zugriff auf die eigenen Verbrauchswerte geben. Kunden-Displays in der Wohnung können über eine Kommunikationsschnittstelle mit dem neuen Zähler verbunden werden. Mit dieser Technik gibt RWE dem Kunden ein Instrument an die Hand, das die Kontrolle des eigenen Energieverbrauchs und damit die gezielte Einsparung von Energie und Geld ermöglicht.

Anreiz zum Energiesparen

Einer der großen Vorteile der digitalen Stromzähler liegt darin, dass Kunden ihren eigenen Stromverbrauch selbst mitverfolgen können, und zwar nicht mehr wie bisher nur am Rotieren der Zählerscheibe, sondern über die Visualisierung an einem Bildschirm im Wohnbereich. Der digitale Zähler erfasst, wie viel Strom gerade verbraucht wird. So lässt sich schnell feststellen, ob der soeben eingeschaltete Geschirrspüler vielleicht ein großer Stromfresser ist, wie sich das Ausschalten sämtlicher Stand-by-Funktionen oder der Einsatz neuer energiesparender Haushaltsgeräte auf den Verbrauch auswirken. Dadurch wird ein deutlicher Anreiz zum Energiesparen geschaffen.

Individuellere Tarife

Die elektronischen Zähler erfassen nicht nur den Verbrauch insgesamt, sondern auch, zu welcher Zeit wie viele Kilowattstunden verbraucht wurden. So rücken tageszeitabhängige Tarife oder Wochenend-Tarife wieder in den Fokus, denn wer etwa in der Nutzung seines Trockners flexibel ist, kann ordentlich Geld sparen.

Ablesung aus der Ferne

Die digitalen Zähler machen den jährlichen Ablesetermin überflüssig. Denn das zum Zähler gehörige Kommunikationsgerät kann die Daten direkt an den Stromversorger übertragen – und der kann auf Basis dieser Daten die Rechnung stellen. Die Gewährleistung des Datenschutzes ist für RWE ein wesentlicher Punkt, daher ist von Beginn an der Landesbeauftragte für den Datenschutz des Landes NRW in das Projekt einbezogen.