Der richtige Computer-Typ für Sie
Nicht jeder benötigt einen teuren PC mit Vollausstattung. Wer seinen Computer entsprechend seiner persönlichen Anforderungen kauft und auf sparsame Bauteile achtet, kann nicht nur den Energieverbrauch senken, sondern bekommt oft mehr Qualität fürs Geld.
Welcher Computer für wen?
„Green IT“ lautete der große Trend auf der diesjährigen Cebit, was soviel bedeutet wie energiesparende Computer, die zudem mit möglichst wenig Energieeinsatz hergestellt wurden. Allerdings hat bisher einzig die Firma Fujitsu Siemens einen ausgewiesenen „Grünen PC“ auf den Markt gebracht. Man muss aber gar nicht auf Komplettangebote der Hersteller warten. Wer auf energiesparsame Komponenten achtet – Netzteil, Grafikkarte, Prozessor, Flachbildschirm statt Röhrenmonitor – und nicht mehr Leistung kauft, als er braucht, kann schon jetzt sparen. Ein sparsamer Büro-PC verbraucht oft nur ein Fünftel der Energie eines High-End-Gamer-PCs.
Office-PC – für Briefschreiber und Surfer
Zum Surfen, Chatten, Mailen oder für einfache Office-Aufgaben reicht jeder Einsteiger-PC mit 128- oder 256-Megabyte-Grafikkarte und 1- bis 2-Gigahertz-Prozessor. Auch auf einen DVD-Brenner kann verzichtet werden. Allerdings lohnt es sich, auf die Lüfterlautstärke zu achten. Sogenannte Silent-PCs, die es oft nur im Fachhandel gibt, kosten zwar ein wenig mehr, sie sind aber erheblich leiser und in der Regel auch energiesparender.
Multimedia-PC – für Hobbyfotografen und Gelegenheitsspieler
Wer seinen PC vor allem zur Archivierung von Fotos, Musik oder Videofilmen nutzt oder um gelegentlich ein Videospiel zu spielen, ist mit einem Multimedia-PC der Mittelklasse mit Multiformat-DVD-Brenner und TV-Karte gut bedient. Arbeitsspeicher, Prozessor und Grafikkarte sollten etwas leistungsstärker sein als beim Büro-PC. Außerdem ist auf eine ausreichend große Festplatte zu achten. Allerdings muss sie auch nicht riesig sein, da man die Daten auch auf externen Datenträgern speichern kann. 10 GB etwa reichen, um rund 2000 MP3-Songs oder 5000 Fotos zu speichern.
Gamer-PC – für Computerspieler und Heimkinofans
Wer regelmäßig Computer- und Videospiele spielt, benötigt neben einem schnellen Prozessor (3 bis 4 Gigahertz reichen für die meisten Spiele aus) eine gute Soundkarte mit Raumklang sowie eine 3D-Grafikkarte mit TV-Eingang und Ausgang. Für die meisten Spiele reichen Grafikkarten der Mittelklasse mit bis zu 640 Megabyte Speicher, die um die 100 Watt verbrauchen. High-End-Grafikkarten oder gar Grafik-Tandems aus zwei zusammengeschalteten Karten, die bis zu 400 Watt benötigen, sind in den seltensten Fällen empfehlenswert. Wer Filme aufnehmen möchte, braucht zudem eine Festplatte mit mehreren Hundert Gigabyte Speicherplatz. (Ein 90-minütiger Film benötigt etwa 1 GB Speicherkapazität.) Auch gute Boxen gehören dazu sowie zum Fernsehen eine Fernbedienung. Tipp: Obwohl Gamer-PCs generell mehr Energie verbrauchen als reine Office-PCs, gibt es auch hier Unterschiede. Diese sind allerdings nur durch einen kritischen Blick auf den Energieverbrauch der verbauten Komponenten herauszufinden.
Barebone-PC – für Bastler und Individualisten
Barebone-PCs sind Roh-PCs, die nur aus Gehäuse, Mainboard, Prozessor und Netzteil bestehen. Alle übrigen Komponenten wie Grafikkarte oder Laufwerke werden vom Käufer selbst hinzugekauft und angeschlossen, was per Steckverbindung relativ einfach möglich ist. Barebone-PCs bieten den großen Vorteil, dass jedes Bauteil individuell nach den ganz persönlichen Vorlieben und Ansprüchen gewählt werden kann. Wer sich zutraut, ein wenig am Computer herumzubasteln, für den sind Barebone-PCs eine gute Wahl.
Notebook – Für Ästheten und Energiebewusste
So viel vorweg: Notebooks sind für den gleichen Preis immer etwas leistungsschwächer als Desktop-PCs. Denn aufgrund ihrer kleinen Bauart können sie weniger Wärme abführen, was keine allzu hohe Leistung von Grafikkarte, Laufwerken und Prozessor ermöglicht.
Für normale Office-Anwendungen wie texten, mailen oder surfen sind Notebooks aber völlig ausreichend. Und in der geringeren Leistung liegt auch ein großer Vorteil: Notebooks verbrauchen deutlich weniger Energie als Desktop-PCs, wobei der Monitor am meisten verbraucht. Riesige 20-Zoll-Monitore sind daher nur bedingt empfehlenswert.
Mehr Infos zum Thema Energiesparen im Haushalt finden Sie unter energiewellt.de

