Egal ob Kochen, Backen oder Geschirrspülen – überall gibt es Einsparpotenziale. Beachten Sie einfach folgende Tipps

Küchenleuchten

Kleine Lampen über der Arbeitsplatte mit Energiesparlampen verbrauchen weniger Strom als die Deckenbeleuchtung. Und sie halten über 8000 Stunden. Aber: Häufiges Ein- und Ausschalten verringert die Lebensdauer deutlich. Die volle Helligkeit wird zudem oft erst nach einer Minute und mehr erreicht, sodass das Einschalten nur Sinn macht, wenn Sie längere Zeit in der Küche stehen. Alternativ können Sie eine LED-Lampe verwenden: Eine Einschaltverzögerung gibt es bei LEDs nicht, auch häufiges Ein- und Ausschalten kann ihnen nichts anhaben. Sie erreichen eine mittlere Lebensdauer von 30 000 Betriebsstunden.

 

Spülen lassen

Ein Spülgang mit einer modernen Geschirrspülmaschine kostet etwa halb so viel Energie wie ein Abwasch mit der Hand. Und weniger Arbeit macht es auch. Wer keine Maschine hat: Bereits eine zehn Grad niedrigere Wassertemperatur kann pro Abwasch bis zu 20 Prozent Strom einsparen. Sauber wird das Geschirr trotzdem.

 

Dunstabzugshaube

Die Abluft lieber auf kleinster Kraft etwas länger laufen lassen. Auf höchster Stufe saugt die Dunstabzugshaube die Gerüche und Dämpfe zwar schneller ab, braucht aber deutlich mehr Strom.

 

Kühlschränke

Bei alten Kühlschränken halten die Gummiabdichtungen die Kälte oft nicht mehr im Innenraum. Deshalb regelmäßig checken und bei Bedarf erneuern. Die Dichtung selbst auszutauschen, ist einfach und dauert weniger als eine Stunde. Kostenpunkt: ca. 40 Euro.


Richtige Kühlschrankgröße wählen

Die Größe des Geräts beeinflusst den Energieverbrauch: Je mehr Volumen es hat, desto höher sind die Anschaffungs- und Betriebskosten. Kalkulieren Sie Ihren Bedarf an Kühl-Kapazität also genau. Im Durchschnitt rechnet man mit 120 bis 140 Litern für Ein- oder Zwei-Personen-Haushalte, für jede weitere Person 60 Liter dazu. Durchschnittlich liegt der Nutzinhalt bei Gefriergeräten bei 50 bis 80 Litern pro Person.

 

Sparen beim Kühlen

Die Temperatur eines Kühlschranks muss nicht unbedingt bei vier Grad Celsius liegen, wie es Hersteller oft empfehlen: Auch bei fünf bis sechs Grad Celsius bleiben Lebensmittel frisch. Möglichst keine warmen Speisen hineinstellen, sondern vorher abkühlen lassen. Tiefkühlware nicht im Warmen, sondern im Kühlschrank auftauen: So kühlt sie kostenlos mit.

 

Sparen beim Gefrieren

Im Gefrierfach ist eine Temperatur von minus 18 Grad Celsius ausreichend. Nur vor dem Einfrieren größerer Lebensmittel-Mengen sollten Sie die Temperatur auf minus 22 Grad reduzieren. Vor dem Einfrieren sollten gegarte Speisen völlig abgekühlt sein: Wärme erhöht den Stromverbrauch. Wie im Kühlschrank gilt bei Gefriertruhe oder 
-fach: Häufiges und langes Öffnen kostet Strom.

 

Stand-by-Verluste vermeiden

Kaffeemaschinen oder Mikrowellen verbrauchen oftmals auch unbenutzt Strom. Haben Geräte keinen Kippschalter, sollte man sie aus der Steckdose ziehen oder eine Steckerleiste mit Schalter verwenden. Das spart im Jahr bis zu 15 Euro.

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