Fünf Tipps für effizientes Backvergnügen

Lichterketten erhellen jeden Raum. Vor den Fenstern tanzen Schneeflocken, drinnen ist es wohlig warm. Langsam breitet sich das Aroma von Lebkuchen im Haus aus. Die Weihnachtszeit ist die stimmungsvollste Zeit des Jahres. Und die mit dem höchsten Stromverbrauch. Doch mit ein paar einfachen Tricks behalten Sie Ihre Energiebilanz beim Backen im Griff

Vorheizen

Meistens können Sie darauf verzichten, den Backofen vorzuheizen. Nur sehr empfindliche Teige wie Biskuit benötigen die volle Hitze von Beginn an. Die Empfehlung in Rezepten, den Ofen vorzuheizen, hat einen anderen Grund: Da Öfen sich unterschiedlich schnell aufheizen, ist nur so die Angabe standardisierter Backzeiten möglich. Wenn man also den Backofen nicht vorheizt, muss man stärker nach Augenschein bestimmen, wann ein Backgut fertig ist. Aber zu backen ohne vorzuheizen spart bis zu 20 Prozent Energie. Zusätzlicher Tipp: Bei verschiedenen Plätzchensorten sollten Sie je nach benötigter Temperatur eine sinnvolle Reihenfolge festlegen – und mit den Keksen starten, für die der Ofen die niedrigste Temperatur haben muss.

Backofentür

Ein herrlicher Duft strömt aus dem Ofen, durch die Glasscheibe sind die ersten goldbraunen Stellen auf den Plätzchen zu sehen – und schon ist man versucht, die Tür zu öffnen, um sich die köstlichen Werke aus nächster Nähe anzusehen. Aber stopp: Bei offener Backofentür entweicht sofort Wärme, die der Ofen durch Nachheizen erneut erzeugen muss. Öffnen Sie die Tür deshalb nur, wenn Sie wirklich überprüfen müssen, ob die Kekse fertig sind. Jedes Öffnen kostet 20 Prozent der Energie.

Umluft

Wenn das Rezept sowohl die Einstellung von Ober- und Unterhitze als auch von Umluft erlaubt, ist Umluft die effizientere Wahl. Denn dann verteilt ein Ventilator die warme Luft gleichmäßig im Backofen, sodass Sie eine um 20 bis 30° C niedrigere Temperatur einstellen können. Das spart 25 bis 40 Prozent Stromkosten. Außerdem können Sie ohne Einschränkungen zwei Bleche mit Keksen oder zwei Kuchen auf einmal backen, sodass der Ofen nur halb so lange laufen muss.

Backzeit

Wenn Sie einen Kuchen backen, der länger als 40 Minuten braucht, schalten Sie den Ofen zehn Minuten vor Ende der Backzeit aus. Der Kuchen wird dann im noch heißen Backofen mit der vorhandenen Restwärme zu Ende gebacken. Übrigens: Wer sonntags einen Braten zubereitet, sollte direkt im Anschluss Kekse backen. Der Ofen ist noch heiß genug, um ausgeschaltet 15 Minuten lang ein Blech mit Plätzchen zu garen. Generell ist es günstig, an einem Tag den Ofen mehrfach zu nutzen, um die Restwärme nicht zu verschwenden.

Bleche und Roste

Meistens bewahrt man seine Bleche und Roste im Ofen auf. Wer bäckt, sollte die überflüssigen Bleche und Roste allerdings herausnehmen. Sie müssten andernfalls mit aufgeheizt werden, obwohl sie keinen Nutzen haben. Wenn Sie den Ofen ausgeschaltet haben, können Sie die Bleche und Roste wieder in den Ofen schieben, denn beim Abkühlen stören sie nicht.

Extra-Tipp: Kauf eines Ofens

Backofen ist nicht gleich Backofen: Wer sich zu Weihnachten oder im neuen Jahr für ein Gerät der Effizienzklasse A entscheidet, kann kräftig sparen. Da die meisten modernen Geräte in den Geschäften die Kriterien für die höchste Klasse erfüllen, lohnt sich auch ein Blick auf den Jahresstromverbrauch des Geräts. Ideal ist eine LED-Beleuchtung, denn sie benötigt weniger Strom und leuchtet den Backraum besser aus. Prüfen Sie außerdem genau, wie groß der Backraum sein muss, denn bei jedem Anschalten muss der ganze Innenraum aufgeheizt werden. Moderne Backöfen verfügen darüber hinaus über Komfortfunktionen wie die Selbstreinigung. Allerdings sind diese oft Stromfresser – erkundigen Sie sich beim Kauf nach dem Verbrauch.

Bildnachweis: Titelgrafik - emmi/Fotolia; Lebkuchenpaar - Mac99/iStockphoto; Weihnachtsgebäck - sandra zuerlein/Fotolia; Lebkuchenschaf - Mac99/iStockphoto